Samstag, 17. Juli 2010

Madiba Day

The United Nations has declared Madiba’s date of birth, 18 July, as Nelson Mandela International Day. On this day people from across the globe will come together to serve their respective communities in honour of South Africa’s beloved former president, Nelson Mandela. The date was established to inspire people from every corner of the world to embrace the values that have been embodied in Nelson Mandela’s life- democracy, equality, reconciliation, diversity, responsibility, respect and freedom.

The Mandela Day campaign message is simple: Nelson Mandela has given 67 years of his life fighting for the rights of humanity. Let us all support this initiative and give 67 minutes of our time, whether it’s supporting your chosen charity or serving your local community, for instance by dishing out food at your local soup kitchen, collecting clothing for disadvantaged communities, visiting an old age home or orphanage or assisting a local NGO.

Freitag, 9. Juli 2010

Blog-Durcheinander...

Im Moment sitze ich an meinem Buerorechner im 7. Stock unseres Gebaeudes Wale Street Ecke Long Street in der Downtown und sehe, dass meine Eintraege von gestern Abend hier leider ziemlich vermurkst angezeigt werden - es Fehlen ganze Teile und Fotos und zum Teil ist es auch durcheinander...
Vielleicht liegt's auch nur an dem Rechner hier oder, wie ich vermute, am alten Internet Explorer, wie auch immer, ich werde versuchen, das heute Abend zu beheben. Falls es bei Euch aehnlich aussieht, dann bitte ich das zu verzeihen und Morgen nocheinmal reinzuschauen...

Sonntag, 4. Juli 2010

Tour um's Kap


Mein Uni-Freund Martin und seine Freundin, die hier in Kapstadt zur Zeit die Fußball-WM mit Urlaub verbinden, luden JB und mich am letzten Sonntag auf eine Tour in ihrem gemieteten alten Mercedes ein. Es ging auf die klassische Kap-Rundtour, heißt: einmal um den Kap-Zipfel südlich von Kapstadt immer an der Küste entlang. Von Kapstadt fuhren wir also los über die bei Surfern beliebten Orte Muizenberg, Fish Hoek und Simon’s Town zu den berühmten Pinguinen am Boulder’s Beach. 

 Die Afrikanischen Pinguine kommen nur in Südafrika vor und haben hier eine ihrer wenigen Kolonien, die natürlich erfolgreich aber doch schonend vermarktet wird. Irgendwie sind diese kleinen schwarz-weißen Teile schon echt ulkig, wenn sie völlig unbeholfen und alles andere als elegant durch die Gegend watscheln. Wenn sie nicht so stinken würden, könnte man fast in Versuchung kommen, sich einen einzustecken.
Apropos einstecken: Damit die Baboons (Paviane) hier nicht Dein ganzes Hab und Gut einstecken oder Du im schlimmsten Fall selber eine einstecken musst, gibt es an der Straße zum Kap neben etlichen entsprechenden Warnschilder auch eine mobile „Baboon Monitoring Squad“. Wenn eine Affen-Familie sich also der Straße oder einem Parkplatz nährt, gibt es eine Eingreiftruppe, die verhindern soll, dass die Affen allzu dreist werden. 
Zitat: „SLOW DOWN! STAY IN THE CAR! SHUT THE WINDOW! LOCK THE DOORS! We can’t allow them to get too close to humans or we’ll have to shoot them. A fed baboon is a dead baboon!” Wer will schon, dass sie erschossen werden müssen? Aber wer würde schon erst recht mit so einem Silberrücken um seine Tasche streiten müssen? Mensch zieht den Kürzeren. Demnach nicht einfach aus dem Auto aussteigen und Fotos machen, nee nee, die Affen sind so gewitzt und flink auf der Suche nach Essbarem, wie cleverste Trickbetrüger - und kräftig noch dazu.   
Nach den Pinguinen und potenziellen Randalepavianen ging es dann jedenfalls weiter vorbei an Straußen (Sträußern?) am Straßenrand und sehr viel weiter entfernt grasenden Antilopen durch den savannenähnlichen Cape of Good Hope National Park ans Kap der guten Hoffnung. Dort: Rumklettern, Ausblicke genießen und einen Stein ins Meer schmeißen als Statement, dass man auch noch südlicher eine kleine Spur hinterlässt.
Bei Sonnenuntergang schaukelte dann der Mercedes an der schönen Westküste des Kaps über den atemberaubenden Chapman’s Peak Drive und einigen Aussichtspunkten zurück nach Kapstadt.    

Street Art

Die Frauen aus Khayalitsha


Meine beiden Mitbewohner und Austauschkollegen JB und Ana-Isa arbeiten in Kapstadts Süden im Township Philippi bei einer NGO mit dem Namen "Abalimi Bezekhaya" Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in den Townships zu ermutigen, auf ihren winzigen Grundstücken und in großen gemeinschaftlichen Gärten Gemüse anzubauen, um dieses einerseits für die eigene Versorgung zu nutzen und andererseits mit Überschüssen Geld zu verdienen. Den Menschen soll damit sowohl eine gesunde Ernährung als auch eine bescheidene Geldeinnahme ermöglicht werden. Diejenigen, die sich daran beteiligen - meist ältere Frauen - betreiben nicht nur den Anbau und die Ernte, sondern finden auch bei der Verarbeitung und Logistik des Gemüseverkaufs Anstellung. In ihrer kleinen Lagerhalle waschen und portionieren sie bei fröhlichem Xhosa-Geschnatter, dass es nur so klackt und schnalzt, das Gemüse. Ihre Lebensfreude und Freundlichkeit dabei ist ansteckend. Verschieden große Tüten mit frischem, absolut ökologisch angebautem Gemüse aller Art werden so jeden Morgen im Abonnement-Prinzip an Ökomärkte, Restaurants und Schulen in besseren Vierteln verkauft.
Das meiste Gemüse kommt dabei aus den riesigen Townships Khayalitsha („Neue Heimat“) und Nyanga („Der Mond“, nebenbei: es gibt auch noch Langa - „Die Sonne“). Ein Besuch in diesen Townships in den so genannten Cape Flats ist nachhaltig beeindruckend, Erste und Dritte Welt prallen hier brutal aufeinander. Niemand weiß, wie viele Menschen dort leben. Was den größten Township Khayalitsha angeht, liegen die Zahlen, die man so aufschnappt irgendwo zwischen 200.000 und 2 Millionen.
Gestern am frühen Morgen kamen bei einem Feuer in den Hütten von Khayalitsha neun Menschen ums Leben.

Fussball

Hat ja alles gut angefangen: die Stimmung in der Stadt war berauschend, die Vuvuzelas waren schon am Morgen in den Straßenschluchten der Innenstadt zu hören - nun isses vorbei...
Der Stadionbesuch hier im Green Point Stadium beim Spiel Spanien Vs Portugal war trotzdem ein riesiges Erlebnis, genauso wie die tausenden Südafrikaner, die sich nach dem Ausscheiden der "Bafana Bafana" und der "Selecao" zu einem großen großen Teil der deutschen Mannschaft verschrieben hatten...

Es war toll zu sehen, wie die Stadt zu jedem Spiel gebrummt hat und bei den Matches in Cape Town ein einziges Fest auf den Straßen stattfand. Fussballfans aus allen möglichen Ländern feierten die Spiele und meistens viel mehr sich selber.
Eigentlich schade, dass die WM so gut wie vorbei ist, aber ich bin auch gespannt auf ein Kapstadt ohne Fussball, Fans, Fanmeile, Fanfest, Vuvuzelas, Sponsorenwerbung...

Cape Town / Kaapstad / Sasekapa


Feel it. You’re in Cape Town.
Die „Mother City“ hat mich. Seit fast 2 Wochen bin ich jetzt in dieser Stadt, die unglaublich vielseitig ist und deren Lage nicht malerischer hätte sein können. Der Tafelberg mit seinen kleineren Kollegen auf der einen Seite, das Meer auf der anderen. Die Menschen hier sind so bunt, so dass jede Variante eines Farbverlaufs zwischen tiefschwarz über braun zu weiß zu finden ist und man überall andere Sprachen hört.

Dass die Stadt nicht wirklich Afrika ist, muss man allerdings auch anerkennen.
Kurz nach meiner Ankunft habe ich mit meinen Kollegen ein Haus im Stadtteil Observatory bezogen (siehe Foto). „Obs“ ist ein sympathisches Viertel, welches vor allem aus viktorianischen Wohnhäusern, einer kleinen Hauptstraße mit alternativen Bars und Läden und seinen jungen, zum Teil sehr internationalen Bewohnern besteht.  


Kleine, skizzenhafte Anekdoten:
Südafrikanischer Pub randvoll mit Schwarzen, Weißen, Colored Locals, nach einem Tag voll mit Fussball sichtlich in Bierlaune: ein weißer Gast singt das Lied „Shosholoza“ an, innerhalb weniger Sekunden liegen sich alle in den Armen und singen aus voller Kehle dieses geschichtsträchtige Lied. Kurz danach folgt die viersprachige Nationalhymne. Die Stimmung kocht - hier und in diesem Moment ist Mandelas „Regenbogennation“ so etwas wie Realität. Irgendwie ein bewegender Moment, wenn man an Südafrikas Geschichte denkt. Sicher hat die WM noch einmal dazu beigetragen (ja, und auch das Black Label Lager Bier…).
Nächtlicher Snack: „Boerewors“, die kleine, dafür auch billigere Dependant zu unserem Döner. Für etwa 1€ gibt’s diese gegrillte Bratwurst-ähnliche, mit frisch gebratenen Zwiebeln und verschiedensten Soßen wie ein Hotdog gereichte kleine Köstlichkeit überall an mobilen Bratständen am Straßenrand. Die „Burenwurst“ ist sowas wie ein südafrikanischer National-Imbiss, auch zu anderen Tageszeiten.
Policeman: „Do you know you can get locked up for drinking in the street here in South Africa? …Where are you from?”
“France, Slovenia, Germany, Guatemala!”
“DRINK, my friends! Drink!”